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Landschafts- und Großformatphotographie

Großglockner Tag 1 – Es geht los

Ein Kommentar

Nun war er da, der Tag. Gegen Mittag fuhren wir mit dem Wohnmobil los in Richtung Österreich. Verkehrstechnisch praktisch hatten wir das Wochenende vor dem Schulende in Bayern gewählt und so war auf den Straßen kaum Verkehr. Den ersten Photostop legte ich nahe Ellmau ein. Das wunderbare Wetter bescherte einen phantastischen Ausblick auf den Wilden Kaiser. Ich war sehr unentschlossen, ob ich für ein GF oder DSLR Bild anhalten sollte, hatte mich aber dagegen entschieden. War ich doch der Meinung, dass es an der Großglockner Hochalpenstraße genug andere Motive geben würde sollte ich dies bald bereuen…

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 Der weitere Weg bis nach Ferleiten war eher uninteressant und so fuhren wir die Hochalpenstraße hinauf bis zum Hochtor, das Wetter war super und der Alltag fast vergessen… Besondere Aufmerksamkeit weckte bei mir ein großer Steinblock, in den eine Art Fenster geschnitten war. Der Stein bildete für das Foto sozusagen eine Art natürlichen Rahmen.

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Danach ging es weiter zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Auf dem Weg dorthin kommt man an einem schönen Wasserfall vorbei, direkt an der Straße gelegen. Oben am Parkplatz angekommen parkten wir das Wohnmobil auf dem dafür vorgesehenen Stellplatz mit wunderbarer Aussicht in Richtung Heiligenblut auf 2369münN.

Nach dem Abendessen wollte ich noch kurz hinüber zum Besucherzentrum laufen, wurde aber von einem Regenschauer davon abgehalten. Recht schnell zogen die Wolken zu und ein Gewitter mit vielen Blitzen setzte ein. Eine wunderbare Gelegenheit für einige Aufnahmen mit der DSLR. Die Schwierigkeit bei solchen Gewitteraufnahmen ist meist, dass die Blitze nicht nur sichtbar vor den Wolken, sondern auch in den Wolken nieder gehen und somit die Wolken wie eine überdimensionale Softbox von innen beleuchten. Hat man nun bei einer Langzeitaufnahme einen sichtbaren Blitz erwischt und kommt danach ein Wolkenblitz an gleicher Stelle hinzu ist der Blitz auf dem Foto nicht mehr zu sehen. Aus diesem Grund suche ich mir eine passende Kombination aus Blende und ISO und stelle die Belichtungszeit auf BULB. Mit dem Auslösekabel starte ich dann eine Aufnahme und beende diese, sobald ich einen Blitz erwischt habe. Danach starte ich eine neue Aufnahme. Dies führt dazu, dass ich zwar auf jeder Aufnahme nur einen Blitz habe, jedoch gehen mir diese Blitze nicht durch sonstige Lichtprobleme wie oben mit den Wolken beschrieben verloren. Zuhause lege ich dann die Aufnahmen in Photoshop übereinander und überblende die Ebenen so, dass jeweils nur die Blitze durchscheinen. Das Ergebnis ist eine Aufnahme mit mehreren Blitzen. Wichtig ist natürlich dabei, dass die Aufnahmen von einem Stativ aus gemacht werden und die Kamera sich während der einzelnen Bilder nicht bewegt, sonst wird die Ebenenüberblendung nachher schwieriger. Bei Gewittern muss man natürlich auch unbedingt auf den entsprechenden Wind achten, der die Kamera auch auf dem Stativ bewegt, besonders im Hochgebirge wie hier. Hierbei stören besonders die Kameraschultergurte da diese eine gute Angriffsfläche für den Wind bieten. Bei solch einem Wetter ist die Großformatfotografie nahezu unmöglich. Besondere Vorsicht ist auch auf die Blitze zu legen. Sicherlich liefert eine exponierte Lage meist die besseren Motive, jedoch steigt dort die Gefahr eines Blitzschlags auch enorm an, es herrscht Lebensgefahr! Begebt euch nie in Gefahr, was bringt das tolle Motiv wenn ihr euch es nachher nicht mehr ansehen könnt.

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