lanpho

Landschafts- und Großformatphotographie

Format und Film, quo vadis?

Hinterlasse einen Kommentar

Kleinbild, Mittelformat und sonstige Ungetüme

Nachdem ich 2001 die erste eigene Kamera, eine digitale Olympus Camedia C-960 Zoom bekommen habe ging es 2005 mit einer DSLR von Canon weiter. Der APS-C Sensor war im Vergleich zur Kompakten „wahnsinnig“ groß und die Möglichkeiten mit Wechselobjektiven nahezu unbegrenzt. Gegen Ende 2007 wollte ich dann auch eine Kamera mit Vollformatsensor haben, da Canon mit der damals schon etwas in die Jahre gekommenen EOS 5D auf dem Markt war wartete ich gespannt auf den Nachfolger. Im Sommer 2008 brachte Nikon dann die D700, eine super Kamera mit einem bombastischen Autofokus, vergleichen mit den Canon Modellen. Lediglich die 12 Megapixel Auflösung hauten mich nicht vom Hocker und so zögerte ich mit einem Systemwechsel. Im Spätsommer war es dann soweit, Canon präsentierte die 5D Mark II, schon bald darauf war ich auch mit einem Vollformatsensor unterwegs. Die größere Schärfentiefe und die gigantische Auflösung von 21 Megapixeln waren einfach phantastisch.

Mit der Zeit kam der „Analog-Boom“ und ich zögerte über ein Jahr bis ich mir im Sommer 2012 dann analoges Mittelformat, eine Mamiya RB67ProS zugelegt habe. Die RB67 ist ein solides Gerät das etwa die Form und das Gewicht eines Ziegelsteins hat. Bei dem Gewicht muss man auch keine Angst haben die Kamera fallen zu lassen, der Mamiya passiert dabei nichts, es könnte nur sein, dass der Boden auf den sie gefallen ist nachher ein Loch hat. Natürlich müssten auch Polaroidrückteile und sämtliche Optiken her, war doch alles zu „erschwinglichen“ Preisen zu haben. Im Herbst hörte ich dann davon, dass Fuji die Produktion von Großformat-Diafilm einstellen wollte. Auch Kodak war zu diesem Zeitpunkt bereits insolvent geworden und hatte die Filmproduktion eingestellt. Zu diesem Zeitpunkt wurde mir klar, dass das Ende der Großformatfotografie gekommen war. Naja gut, wer will schon so einen monströsen Kasten durch die Landschaft tragen? Nach ein paar Tagen der Überlegung war ich mir sicher, ICH!

Wenn ich auch die Erfahrung der Photographie auf riesigen Mattscheiben machen wollte war jetzt die Zeit dazu, fünf vor zwölf sozusagen. Wenn nicht jetzt, wann dann? Film wurde nur noch teilweise hergestellt, die derzeit verfügbaren Filme müssten bis zu dem Tag vorhalten, an dem ich keine Lust mehr dazu haben würde. Wann würde das sein?

Ich stand vor dem Regal und betrachtete die Mittelformatausrüstung. Das Zeug war schon recht schwer, würde ich noch etwas Größeres und Schwereres haben wollen? Definitv JA!

Ein paar Wochen später kam Sie mit der Post, meine erste Großformatkamera. Eine Sinar f. Zwar keine Reisekamera aber doch robust und zum Einstieg ausreichend. Auf der Einkaufsliste für die nächsten Wochen stand nun noch ein Objektiv und 4×5 Planfilm. Die Vorfreude auf die ersten Auslösungen war gigantisch. Zeitgleich besorgte ich mir Literatur zum Thema, so eine GF-Kamera ist kein Spielzeug, dagegen mutet die DSLR quasi wie eine Point-N-Shoot an.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s