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Landschafts- und Großformatphotographie

Königssee – Die Vorbereitungen

2 Kommentare

Am Ende des Sommers wollte ich mit Stefan Holl an den Königssee fahren, um dort am Obersee einige Aufnahmen zu machen. Bei der Planung war schnell klar, dass dies problematisch sein würde. Der Obersee ist nur per Schiff über den Königssee erreichbar und die Schiffe verkehren je nach Jahreszeit nur zwischen 10 und 18 Uhr. Morgen- und Abendstimmung ohne andere Besucher ist also kaum möglich. Stefan regte an, eventuell am Obersee zu biwakieren. Das Zelten und Übernachten verbietet die Verordnung über den Nationalpark Berchtesgaden, also wird aus der Sache nichts. Doch ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung. Nach §11 Abs. 1 Nr. 10 ist das auf längeren Bergtouren unvermeidliche Biwakieren von der Regelung ausgenommen. Da wir uns hier auf eine längere Bergtour begeben wollten war das Biwakieren also unumgänglich.

Stefan war bereits ausgerüstet, ich jedoch nicht. Also auf ins nächste Fachgeschäft und einen Schlafsack gekauft. Naja denkste. Die Verkäufer löcherten mich mit allen möglichen Fragen über Komforttemperaturen und Wassersäulen. Zwei Stunden später war es geschafft, einen tauglichen Schlafsack und einen Biwaksack im Kofferraum ging es wieder nach Hause.

Dann musste noch das Equipment ausgesucht werden. Klar war, dass ich für die langen Strecken ausreichend Wasser und Verpflegung zur Biwakausrüstung brauchte. Mein Fotorucksack war für diese Zwecke ungeeignet und so lieh ich mir von Stefan einen Trekkingrucksack. Nachdem die Reiseausrüstung eingepackt war ging es an die „wichtigen“ Sachen, die Fotoausrüstung. Grundlegend braucht man auf solchen Touren, insbesondere für HDR und Nachtaufnahmen ein Stativ. Auch für das digitale Vollformat mussten Objektive mit. Das 24-70 als mein „Immerdrauf“ hatte einen sicheren Platz, auch wollte ich ein paar Weitwinkelaufnahmen mit dem 17-40 machen. Für Details und sonstige Dinge kam mein 70-200 mit in den Rucksack. Ok, das war’s dann, jedenfalls digital. Mittelformat sollte natürlich auch mit, also waren die RB67ProS und zwei Rückteile auf der Liste. Den Prismensucher brauchte ich nicht, die Belichtung wollte ich mit einem Handbelichtungsmesser messen. Als Optik für das Mittelformat wollte ich WW und ein normales Objektiv mitnehmen, also noch das 50mm und das 127mm eingepackt. Dazu gab es je zwei 120er Filme Kodak Portra 400 VC und Ilford HP5+.

Erster Schock, der Rucksack geht kaum zu. Zweiter Schock, das Ding ist auf dem Boden festgeklebt. Nein, doch nicht, wiegt aber immobile 36kg. Naja, jammern hilft nicht. Also Rucksack rein ins Auto und früh ins Bett.

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2 Kommentare zu “Königssee – Die Vorbereitungen

  1. Beim nächsten Ausflug leih ich Dir dann einen Bollerwagen mit Geländebereifung 🙂

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  2. Plane in der übernächsten Woche ebenfalls dorthin zu fahren um ein paar Szenen für einen Kurzfilm zu drehen – inwiefern darf man jetzt dort mittendrin sein Zelt aufschlagen? Möchte dort ebenfalls zwei-drei Tage bleiben um am Obersee den Sonnenaufgang/See im Nebel zu filmen, allerdings lässt sich das ohne Zelt ja wie geschrieben nicht bewerkstelligen…

    Darf ich also unter Angabe dass ich eine längere Bergtour plane dort kurzzeitig mein Zelt aufschlagen?

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