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Landschafts- und Großformatphotographie

Schrecksee – Die Arktis im Sommer

Ein Kommentar

Auf der Suche nach außergewöhnlichen Motiven schrieb mir Stefan Holl von seiner Idee, an den Schrecksee zu fahren. Schnell waren wir bei der Planung, insbesondere da wir von einem etwa dreistündigen Aufstieg ausgehen mussten.
Nach ersten Routenplanungen auf der GPS-Karte wurde schnell klar, dass es sich um einen richtigen Aufstieg handeln würde und nicht um einen Sonntagsspaziergang. Dementsprechend musste auch das Gepäck etwas eingeschränkt werden. Da ich meist eine sehr umfangreiche Ausrüstung bei mir habe war dies schwierig. Welche Brennweiten würde ich brauchen? Wir beschlossen erst nur zu einem „Erkundungsausflug“ aufzubrechen und daher wollte ich das Stativ nicht mitnehmen. Als ich mir die Location auf versch. Kartenmaterial ansah war ich mir sicher vorerst nur mit Weitwinkeloptik auszurücken.

Dann war er da, der sonnige Samstag. Für den kurzen Ausflug verabredete ich mich mit Stefan Holl vom Stammtisch und um sieben Uhr ging es dann gemütlich los in Richtung Bad Hindelang. Am Parkplatz in Hinterstein angekommen hatten wir Glück und der Bus wartete schon. Am Kraftwerk stiegen wir nun mit ein paar anderen Wanderern aus und stiegen in Richtung See auf. Bereits nach einigen hundert Metern liefen uns die anderen Wanderer davon. Wunderbar. Aber gut, die hatten ja auch keine schwere Fotoausrüstung im Gepäck. Der erste Anstieg war schon recht sportlich. Steil ging es aufwärts über große Schotterflächen und Felsflächen. Nach etwa einer Stunde erreichten wir die Mittelstation des Wasserspeichers. Von dort führte der Weg leicht ansteigend durch bewaldetes Gebiet und mündete in die Hochebene. Der Anstieg war hier nicht so steil wie im ersten Teil des Weges. Nach etwa 20 Minuten überquerten wir an einer morschen Brücke einen kleinen Bach und von dort an ging es wieder steil bergauf. _MG_6335

Nach einer weiteren halben Stunde auf der Querung der Felswand hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf die umliegenden Berge in Richtung Bad Hindelang / Hinterstein.

Foto 1 Foto 2

Weiter ging es Bergauf über in den Fels geschlagene Stufen. Der Anstieg war wieder sehr steil wie im ersten Teil des Weges und die Sommersonne machte den Aufstieg nicht einfacher. Auf der Felswand angekommen dann die erste Überraschung: SCHNEE

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Damit hatten wir nicht gerechnet, jedoch konnte man nun hinter einem kleinen Tal den Schrecksee erahnen. Der Weg zog sich jedoch noch gut eine Stunde bis wir endlich nach knapp drei Stunden am Schrecksee ankamen, oder sollte ich besser sagen in der bayerischen Arktis? Der See liegt in einem Tal das von hohen Bergen im Osten, Süden und Westen eingerahmt wird. Demnach gibt es am See wenig direktes Sonnenlicht und der Schnee aus dem vergangenen Winter lag teils noch meterhoch.

Nach einer kurzen Brotzeit brach ich zu einer Seeumrundung auf musste feststellen, dass der See doch etwas größer war als ich gedacht hatte. Nach erst gut einer Stunde war ich wieder zurück am Rastplatz. Der See war mit starken Eisschollen überzogen, es mutete an als stünden wir nicht in den bayerischen Alpen sondern irgendwo in der Antarktis.

Nach einigen Aufnahmen beschlossen wir mit dem Abstieg zu beginnen, da Nebel aufzog. Wir stiegen nahe eines großen Wasserfalls ab und überquerten das kleine Tal oben am Berg. Als wir den Abstieg an der Querung begannen wurde der Nebel immer dichter, es war also Zeit aufzubrechen. Auf halber Höhe der Querung hatten wir dann den Nebel hinter uns gelassen und legten auf der Hochebene einen kurzen Stopp ein um dort an einem nahem Bach einige Aufnahmen zu machen. Nach etwa drei Stunden Abstieg waren wir dann wieder am Kraftwerk Auele angekommen und warteten auf den Bus welcher uns nach einer halben Stunde wieder zurück zum Parkplatz brachte.

Moritz_am_Schrecksee-5125

Von dort aus fuhren wir nach Hinterstein um Brotzeit in einem Biergarten zu machen. Ich wollte jedoch noch die direkt an der Gaststätte gelegenen Zipfelbachfälle sehen und stieg den Steilen und schmalen Weg hinauf um den unteren Teil der Fälle zu sehen. Ich war jedoch bereits so erschöpft von der Tour zum Schrecksee, dass ich mich hier nicht lang aufhielt, schließlich wartete Stefan  im Biergarten.

_MG_6401

Nach der Brotzeit ging es dann zurück.

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Ein Kommentar zu “Schrecksee – Die Arktis im Sommer

  1. Biergarten oder Wasserfall nach so einer Wanderung? Da war für mich die Antwort keine wirkliche Frage :-). Schöner Bericht!
    Gruß Stefan

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