lanpho

Landschafts- und Großformatphotographie

Ausflug in die Sonne – 3

Ein Kommentar

Neuer Tag, neues Glück.

Es hat nachts geregnet, beim Blick zum Ätna sehe ich jedoch Unmengen Wolken. Ein Anruf bei der Seilbahnstation bringt Gewissheit, die Seilbahn läuft, vorerst. Die Geländewagen oben fahren nicht. Nun ja, eine bessere Option habe ich nicht, es geht also los. Nach einigen Kilometern verlassen wir mit dem Auto bewohntes Gebiet, nun erkennt man wunderbar, dass wir uns auf einem Vulkan befinden. Links und rechts der Straße schwarzer Felsboden, erkaltete Lava. Auf dem weiteren Weg nach oben schlängelt sich die Straße an einem von Lava nahezu verschlungenem Haus vorbei. Bei diesem Anblick wird schnell klar, es kann ernst werden.

Black ruin

Weiter oben erreichen wir den Parkplatz der Seilbahn, es sind nur wenige Besucher unterwegs. Der Ätna versteckt sich hinter dicken Wolken aber ich will es nun wissen. Ich steige in die Seilbahn und auf geht’s. Als ich oben aus der Seilbahn steige bin ich dann doch etwas erstaunt. Mir wird klar, warum die Geländefahrzeuge nicht fahren, dafür aber Raupen und Bagger. Drei Meter Schnee. Wunderbar. Nichts mit gemütlicher Off-Road Tour. Das hatte ich mir nicht ganz so vorgestellt. Ich beschließe zu Fuß weiter zu gehen, durch meterhohen Schnee. Es geht steil Bergau, die ersten Meter sind unproblematisch, doch das Wandern bergauf durch den tiefen Schnee ist schon schwer genug, der schwere Fotorucksack macht es nicht leichter. Plötzlich lichten sich die Wolken, die Sonne brennt auf den Schnee, Gott sei Dank hatte ich an meine Sonnenbrille gedacht. Ich laufe langsam weiter. Ich überlege mir beim Aufstieg welche Aufnahmen ich machen könnte und komme zum Entschluss zuerst aufzusteigen und erst beim Abstieg Fotos zu machen. Nach etwa einer Stunde ziehen die Wolken wieder auf und ich entscheide mich dafür, nicht weiter gehen zu wollen. Ich mache Pause auf einem schwarzen Steinboden, der Schnee ist hier gänzlich abgetaut, vom Boden steigt Nebel auf. Der Boden ist an der Stelle angenehm warm, perfekt für eine Pause. Wie sich später zeigt, die richtige Entscheidung. Nach meiner Pause ziehen die Wolken auf, das Meer und Catania sind zwar nicht zu sehen, aber dafür gigantische Wolken und ein kleiner Nebenkrater auf dem Ätna. Man sieht einige Touristen den Berg hinauflaufen.

IMG_5269

Nach zwei Stunden ging es zurück Richtung Bergstation. Der Weg führte am obigen Nebenkrater vorbei und obwohl ich schon etwas müde war packte mich mein Ehrgeiz erneut und natürlich wollte ich nun noch oben in den Krater sehen…

_MG_5506

Als ich an der Bergstation angekommen war konnte ich die Arbeiter beobachten wie sie die Fahrzeuge versuchten freizulegen. Erschöpft ging es per Seilbahn zurück zum Parkplatz.

Foto

Nach einem verspäteten Mittagessen bestieg ich noch einen vom Parkplatz aus zugänglichen Nebenkrater, jedoch wohl nur der Aussicht wegen, die wieder zugezogenen Wolken verhinderten jede Fotoidee.

 

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Ein Kommentar zu “Ausflug in die Sonne – 3

  1. Zum Ätna möchte ich auch unbedingt mal. Beeindruckende Schneemassen und schöner Bericht!

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