lanpho

Landschafts- und Großformatphotographie

Carnevale di Venezia 2012

Ein Kommentar

Venedig ist immer eine Reise wert, besonders zum Karneval. Die bunten Masken in der Lagunenstadt sind immer wieder sehenswert und ein lohnendes Fotomotiv und das ital. Flair ist lässt den Alltag schnell vergessen.
In den letzten Jahren hatte ich mich da mit einigen Kollegen vom Stammtisch bei einem Bekannten angeschlossen, der für diese Reise einen Bus organisiert hatte. Leider gab es bei der diesjährigen Buchung Probleme und so konnten einige Kollegen und ich trotz verbindlicher Reservierung nicht mitfahren. Ärgerlich war an der Sache, dass dies alles auf Missplanung beim Organisator zurückzuführen war, er wollte offenbar den Bus mehrfach belegen und hatte sich dabei verkalkuliert. Eine Ersatzplanung war relativ schwierig, da wir über die Buchungsprobleme erst knapp zwei Wochen vor Reiseantritt informiert wurden. Flüge waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu bekommen und da es sich ja nur um einen Tagestrip handelte war die Idee mit dem PKW zu fahren auch nicht besonders verlockend.

Nach einigen Tagen der Überlegung und Planung habe ich mich dann mit zwei Kollegen für eine Nachtbahnfahrt entschieden. Die Reisezeiten waren ähnlich den bisherigen Buszeiten und so hatten wir bald die Tickets in der Hand.

Am Sonntag Abend dann ging es gegen 23 Uhr mit dem ICE Nach München wo wir in den Nachtzug nach Venedig umstiegen. Ab Kufstein hatten wir das Abteil für uns und konnten es und etwas gemütlich machen und dösen. Nach einem kurzen Halt am Brennerpass ging es hinunter nach Italien. Die bisher ruhige Zugfahrt sollte bald interessant werden. Gegen vier Uhr Morgens hielt der Zug an einem Bahnhof in Italien und viele Menschen stiegen zu, darunter auch einige afrikanische Mädchen von denen sich zwei zu uns ins Abteil setzten. Da wir natürlich mit unserer Kameraausrüstung unterwegs waren war es für uns nun vorbei mit der Ruhe, mussten wir doch schließlich das Treiben der Mädchen im Auge behalten. Da die Mädchen ohnehin extrem Laut miteinander sprachen war es mit dem Schlaf ohnehin vorbei. Plötzlich standen die Mädchen auf und kontrollierten den Abteilboden was und doch sehr stutzig machte. Sofort legte sich eines der Mädchen unter die eine Sitzreihe des Abteils. Bevor wir verstanden was dort vor sich ging lag das zweite Mädchen unter der anderen Sitzreihe, also unter meinem Stuhl. Wir waren doch sehr verwundert und konnten uns erst gar nicht erklären, wie es dazu kam. Nach einigen Scherzen verstummten die Mädchen und der Kontrolleur betrat das Abteil. Da er uns jedoch bereits kontrolliert hatte ging er recht schnell weiter. Da wurde uns auch klar, warum die Mädchen sich unter unseren Sitzen versteckt hatten. Am nächsten Bahnhof stiegen die blinden Passagiere wieder aus und wir waren froh das Abteil erneut für uns alleine zu haben. Gegen sechs Uhr erreichten wir dann im Zug den Bahnhof Venedig Santa Lucia.

Foto 1

Das Wetter in Venedig war kühl und regnerisch und nachdem wir unsere Vaporetto-Tickets abgeholt hatten fuhren wir zur Rialtobrücke und frühstückten dort in einem kleinen Café. Eine halbe Stunde später trudelten dann auch die Busfahrer in Venedig ein, einige davon trafen wir im Café um unseren Tagesablauf zu planen. Das Wetter war extrem regnerisch und windig. Auf dem Markusplatz fallen die Touristen meist erst gegen Mittag ein, deshalb wollten wir früh dort hin um Masken zu fotografieren. Regen und teure Masken mit aufwändigen Kostümen verträgt sich nicht so besonders, deshalb standen wir relativ alleine auf dem Markusplatz und wollten uns die Zeit mit einigen Venedigaufnahmen vertreiben. Das Wetter war jedoch dermaßen schlecht, dass sich die anderen Fotografen wieder Richtung Innenstadt verzogen und Stefan, Torsten und ich mit dem Evaporator nach Burano übersetzten.

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Als wir nach etwa einer Stunde entspannender Bootsfahrt in Burano ankamen hatte der Regen nachgelassen und wir konnten einen Rundgang über die Insel machen. Das regnerische Wetter und die feuchten Hausfassaden brachten die unzähligen farbigen Häuser auf Burano regelrecht zum Leuchten. Gegen Mittag unterbrachen wir die Tour und wärmten uns in einer Bar auf. Nach dem Mittagessen klarte der Himmel stellenweise auf und wir konnten nochmals einige Aufnahmen der farbigen Häuser mit etwas Sonnenlicht machen. Danach ging es wieder zurück, jedoch legten wir einen Stopp auf Murano, der Glasbläserinsel ein. Des schlechten Wetter wegens waren wenig Touristen unterwegs und wir konnten uns die Glaskunstwerke in Ruhe ansehen. Nahe des Hafens gab es auch eine Glasbläservorstellung in der man zusehen konnte, wie von den Künstlern farbige Glaskugeln oder Ähnliches hergestellt wurde.

Foto 3

Nach der Rückkehr auf die Hauptinsel Venedig hatten wir noch etwas Gelegenheit Masken zu fotografieren und uns mit anderen Kollegen zu unterhalten. Am frühen Abend suchten wir uns ein nettes kleines Restaurant um uns bei einem schönen Abendessen über den Tag und die geschossenen Fotos auszutauschen, was zu einer sehr lustigen Rechnung führte 😉

Foto 5

Danach schlenderten wir durch das nächtliche Venedig und da wir müde waren beschlossen wir uns gleich in den Zug zu setzen, im Nachhinein die absolut richtige Entscheidung. Der Zug fuhr in Venedig etwa 15 Minuten vor Fahrplan ab, wären wir pünktlich gewesen wäre der Zug bereits abgefahren gewesen. Am frühen Morgen waren wir wieder zu Hause.

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Ein Kommentar zu “Carnevale di Venezia 2012

  1. Schöner Bericht zu einem wirklich tollen Ausflug. Müssen wir bald mal wieder machen!
    Grüße, Stefan

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