lanpho

Landschafts- und Großformatphotographie

Wasserfalltour die 1.

Ein Kommentar

Stammtische sind immer wieder gefährlich.

Nachdem ich schon seit längerer Zeit die berühmten Schleierfälle in den ammergauer Alpen sehen wollte verabredete ich mich mit ein paar Freunden vom Stammtisch um „mal schnell“ die Schleierfälle zu fotografieren. Die Schleierfälle haben ihren Namen von den tröpfelnden Überhängen die eine Art Wasservorhang bilden, den sog. Schleier.

Am Sonntag sollte es dann bequem gegen acht Uhr losgehen, doch eine Person fehlte. Stefan Holl. Nach einem kurzen Anruf war dann der Grund der Verspätung klar, über Nacht hatten Unbekannte Stefans Auto demoliert. Eine halbe Stunde später war Stefan dann mit uns im Auto und wir fuhren Richtung Bad Bayersoien. Kennt man den Weg zum Parkplatz an den Schleierfällen ist die Anfahrt kein Problem, danke nochmals an Gerhard für die Serviettenanfahrtsskizze beim Stammtisch ;-).

Zusammen mit dem neuen GPS Empfänger und Gerhard Skizze finden wir den Parkplatz relativ schnell. Von dort geht es zu Fuß durch ein kleines Waldstück hinunter zur Ammer. Je weiter wir dem Fluß kommen desto weiter sinken unsere Füße im Boden ein, hilft alles nichts, da müssen wir durch. Unten angekommen folgt bei mir Ernüchterung. „Das sind also die tollen Schleierfälle?“ Ein paar unkreative Minuten später finde ich doch einige Motive.


Veil of water

Am Auto frage ich die Anderen, ob Sie noch Lust auf ein paar andere Wasserfälle hätten, der Tag sei ja noch jung. Daraufhin fahren wir weiter in Richtung Unterammergau und steigen hier in die Schleifmühlenklamm ein. Die Schleifmühlenklamm ist eine kleine Schlucht mit verschieden kleineren Wasserfällen im unteren und mehreren großen Wasserfällen im oberen Bereich. Da die Klamm stark eingewachsen ist scheint hier kaum Sonnenlicht, die ganze Klamm ist eher schattig. Das Wasser fällt im unteren Bereich schön und bildet unter Anderem den breiten Schleifmühlenfall.

_MG_2905

Das Herbstwasser war Eiskalt und ein unfreiwilliges Bad wollte keiner riskieren. Als wir oben aus der Klamm kamen standen wir in hellem warmen Herbstsonnenlicht. Ein herrlicher Tag von dem wir in der Klamm nicht viel mitbekommen hatten. Nach einem kurzen Wechsel der GPS-Batterien fuhren wir nach Unterammergau um dort kurz Pause bei Schweinsbraten mit Knödeln zu machen.

Nachdem wir erst am frühen Nachmittag mit unserer „Pause“ fertig waren wollte ich noch weiter zu den Lainbachfällen bei Kochel. Eine knappe Dreiviertelstunde später ging es dann auf dem Parkplatz am südlichen Ende von Kochel los. Schnell merkten wir, dass nach zwei Locations am Berg so ein Fotorucksack durchaus schwer werden kann, die sommerlichen Temperaturen machten die Angelegenheit nicht unbedingt leichter. Nach etwa einer halben Stunde Fußmarsch auf dem Weg zu den Lainbachfällen im Laingraben kommt man in ein bewaldetes Gebiet, die angenehmeren Temperaturen kompensierten sich aber mit dem durchaus steilen Weg. Weitere 15 Minuten später waren wir dann an den Lainbachfällen.

Lainbachfall

Zurück am Auto, welches ich in weiser Voraussicht im Schatten geparkt hatte fuhren wir nach einer kurzen Verschnaufpause zurück, besser gesagt wir versuchten es. An einem solch sommerlichen Herbsttag war halb Bayern auf die Idee gekommen in die Berge rund um den Kochelsee zu fahren und so standen wir durch die Ortschaft Kochel am See etwa eine halbe Stunde im Stau. Auch hier konnte ich mich wieder ein Mal auf mein Navi verlassen welches uns einen etwas längeren Weg zur Autobahn vorschlug, jedoch ganz ohne Stau. Fünf Kilometer Umweg gegen etwa zwei bis drei Stunden Stau sind wohl die bessere Alternative.

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Ein Kommentar zu “Wasserfalltour die 1.

  1. Einspruch: Trotz des eiskalten Wassers stand ich ja mal wieder wie Kasper bis zu den Knien in der Pfütze!!!! Und klein Moritz hat auch ein kleines Posing abgehalten :-). Bilder davon halte ich aber aus Respektgründen unter Verschluss :-). Schöner Bericht.
    Gruß Stefan

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