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Landschafts- und Großformatphotographie

IronMan Workshop

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Ein Naturworkshop mit der neuen Pentax 645D Mittelformat-Digitalkamera im rauen Einsatz, das hörte sich eigentlich ganz gut an. Partnachklamm und Zugspitze, ja, da bin ich dabei. Also habe ich mich beim Workshop meines Haus und Hoflieferanten angemeldet und fuhr Anfang Oktober Morgens nach Garmisch.

Dort angekommen große Begeisterung. Tief hängende, unstrukturierte Wolken, Regen und kalter Wind bei etwa fünf Grad. Nicht unbedingt das Traumwetter für Landschaftsfotografie. Nach einer kurzen Theoriebesprechung im Olympiahaus Garmisch wollten wir in die Partnachklamm aufbrechen, kurzer Anruf aus Österreich von der Zugspitzbahn: „Schlechtes Wetter, kaum Besucher auf der Zugspitze, der Gondelbetrieb wird eingestellt.“ – Toll. Nach kurzer Diskussion die Erleichterung, wenn wir Vormittags auf die Zugspitze fahren würde der Gondelbetrieb speziell für unsere Gruppe aufrecht erhalten. Also Plan umgeworfen, ins Auto und rüber nach Ehrwald (Österreich) um dort mit der Gondel auf die Zugspitze zu fahren. In der Gondel wunderten wir uns schon, dass das Betongewicht der Gondel und die Scheiben richtig angefroren waren, naja macht ja nichts. Oben auf deutschlands höchstem Berg durch das Besuchercenter hinaus der nächste Schock. Tiefster Winter, -20 Grad, zwei Meter Schnee. Uns wurde schnell klar, dass es sich hier um einen wirklichen IRON-MAN Workshop handelte.

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 Also machten wir uns bei eisigen Temperaturen und hohen Windgeschwindigkeiten ans Werk die Pentax 645D im rauen Einsatz zu testen. Da nur genug Mittelformat-Kameras im Einsatz waren um für zweier Gruppen auszureichen habe ich mich dazu entschlossen, auch einige Fotos mit meiner eigenen Ausrüstung zu machen. Wie erwartet funktionierte die 5DII trotz Schneetreibens und eisigen Temperaturen tadellos. Nach einer kleinen Mittagspause im höchsten Restaurant Deutschlands gingen wir wieder nach Draußen um dort noch einige Aufnahmen vom Eibsee zu machen, da sich für wenige Sekunden eine Wolkenlücke bot. Hierbei kam ich dann direkt mit den Elementen in Konflikt. Diverse Knöpfe an meiner Kamera ließen sich nicht mehr betätigen, da das Zeitfenster sehr kurz war griff ich auf die Softwareeinstellungen über den Menüjoystick zu und konnte so die Aufnahmen ausführen.

Was war passiert? Die Kamera habe ich beim Mittagessen im Warmen aufgewärmt und bin damit sofort nach Draußen geeilt. Der Kamerabody war noch so warm, dass der herabfallende Schnee am Body geschmolzen ist und sich in Form kleiner Wassertropfen an diversen Schaltern und Knöpfen gesammelt hat. Da die Kamera ausreichend abgedichtet ist ist dies kein Problem, nur durch die extrem kalten Außentemperaturen sind diese kleinen Wassertropfen sofort eingefroren, als Resultat davon ließen sich die Knöpfe nicht mehr bedienen. Also beim nächsten Mal dran denken, Kamera nicht schockfrosten 😉

Am frühen Nachmittag haben wir die Zugspitze wieder per Gondel verlassen und sind mit den Fahrzeugen zurück nach Garmisch und dort zur Partnachklamm gefahren. Nachdem wir nun Eis und Schnee gesehen hatten wollten wir nun das Wasser auch noch im flüssigen Zustand sehen.

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Trotz des schlechten Wetters, oder gerade deshalb konnte man im oberen Bereich der Klamm das leuchtende Laub der Bäume sehen, welches sich als Farbkontrast sehr gut zu den dunklen und steinigen Felswänden der Klamm komponieren ließ. Durchnässt vom Wasser der Klamm waren dann doch alle froh am späten Nachmittag wieder in ihren Autos zu sitzen. Wunderbar, dass ich an trockene Kleidung zum Wechseln gedacht hatte 😉

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